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News - ADiTPro2

Workshop 4: Einsatz digitaler Medien im Betrieb

Am 16. Und 17. Mai 2019 fand der vierte und letzte Workshop der Reihe im Projekt ADiTPro² statt. Er stand unter dem Titel „Einsatz digitaler Medien im Betrieb“. Im Fokus des Workshops standen damit das Kennenlernen unterschiedlicher digitaler Medien und ihre Einsatzmöglichkeiten im betrieblichen Kontext.

Der erste Tag startete mit einem offenen Erfahrungsaustausch über den Einsatz digitaler Medien in den Betrieben. Um eine didaktische Grundlage für die Einführung und den Einsatz der Medien in der beruflichen Ausbildung zu bieten, gab Professor Martin Frenz zwischen den Phasen des Austausches theoretischen Input, der mit der vorhandenen Praxis abgeglichen und diskutiert wurde.

Während eines Markts der Möglichkeiten wurde eine Vielzahl digitaler Medien vorgestellt. Neben einer Vorstellung der Möglichkeiten der Medien, konnten die Teilnehmer diese selbst ausprobieren und direkt erleben.

Nachdem die Ausbilder während des ersten Tages Basisinformationen über den theoretischen Hintergrund und einige praktische Beispiele kennengelernt haben, wurde am zweiten Tag der Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit konkreten Problemstellungen aus dem Alltag von Betrieb und Ausbildung gesetzt. In Gruppen bearbeiteten die Teilnehmer Fallbeispiele, in denen die Anschaffung und der didaktisch begründete Einsatz digitaler Medien in den Kontext beruflicher Bildung gesetzt werden sollten. Zentrale Fragen waren dabei unter anderem: Um welche Zielgruppe handelt es sich? Wie sieht der Rahmen für den Einsatz digitaler Medien aus? Welche digitalen Medien können bei der Erreichung des Ziels geeignet sein? Aber auch: Welche Grenzen besitzen die ausgewählten digitalen Medien in diesem Bereich?
Neben einer Vorstellung der Gruppenergebnisse folgten jeweils eine Diskussion und ein Austausch über die reale Situation in den Betrieben.

Workshop 3: Prozessorientiert ausbilden mit Tutorials

Am 15. und 16. Oktober fand die dritte Weiterbildungsveranstaltung im Projekt ADiTPro² statt. Im Kern der Weiterbildung stand die Idee der sogenannten Lernenden-Tutorials. Ein Tutorial bezeichnet eine filmische Gebrauchsanleitung. Durch das Erstellen von Lernenden-Tutorials sollen Auszubildende sich intensiver mit dem eigenen Arbeitsprozess auseinandersetzen. Nach einer Analyse der einzelnen Arbeitsschritte entwickeln sie Drehbücher für die Dokumentation ihrer Arbeitsprozesse und erstellen auf Grundlage der Drehbücher und unter Zuhilfenahme von Tablet-PCs videobasierte Lernenden-Tutorials. Die Lernenden-Tutorials sollen Auszubildende unterstützen, die eigenen Arbeitsprozesse fortwährend zu verbessern und sich in neue und komplexe Arbeitsprozesse einzuarbeiten. Zudem sollen die Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien zur Heranführung an digital unterstützte Arbeitsplätze und -prozesse ausgebaut werden.

Im Workshop nahmen die Teilnehmenden die Rolle des Auszubildenden ein und lernten selbst, mit dem iPad und einer entsprechenden Video-App ein Tutorial für einen typischen Prozess in der manuellen Montage zu erstellen. Im Anschluss diskutierten Sie als Ausbilder, für welche Lerninhalte der industriellen Metall- und Elektroberufe das Erstellen von Tutorials durch Auszubildende ein sinnvoller Lernweg sein kann. Im Zentrum der Diskussion standen drei Fragen: Wie kann das Erstellen von Tutorials in der Ausbildung die Einarbeitung in neue und komplexe Arbeitsprozesse unterstützen? Wie können Tutorials die fortwährende Verbesserung von Prozessen unterstützen? Welche Tätigkeiten eignen sich für den Einsatz von Tutorials in der Ausbildung?

Erstes Meilensteintreffen

Am 14.09.2018 fand das erste Meilensteintreffen im Projekt ADiTPro² statt. Zu diesem Anlasse trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Value Partner im Projekt und diskutierten die Frage: Digitalisierung – Was muss sich ändern in der AusbilderInnenqualifizierung?

Im Zentrum der Veranstaltung stand ein Workshopphase. In dieser gingen die Teilnehmenden der Fragen nach, was muss sich zukünftig ändern in der Ausbilderqualifizierung und wie kann dies Eingang in die AEVO finden? Dazu bildeten sich zwei thematische Gruppen mit den Themenschwerpunkten: „Medieneinsatz“ und „Als AusbilderIn die eigenen Kompetenzen ständig weiterentwickeln“.

Die Gruppe „Medieneinsatz“ kommt zunächst zu der Feststellung, dass digitale Medien die Ausbildung nicht ersetzen, sondern sie angesichts des technologischen Wandels mit modernen Formaten unterstützen, anreichern und hochgradig auf das individuelle Leistungsspektrum der heterogener werdenden Gruppe der Auszubildenden ausrichten können. Die Gruppe orientiert sich am Modell der individuellen Medienkompetenz nach Baacke. Medienkompetenz differenziert sich für Baacke (1996: 120) in vier Dimensionen: Medien kritisch einschätzen, Medien kennen, Medien nutzen und Medien gestalten (Weiterführende Informationen in Hugger (2008) Medienkompetenz. In: Sander, von Gross, Hugger (eds) Handbuch Medienpädagogik, S. 94).

Als zentrale Herausforderung für AusbilderInnen sieht die Gruppe das bewusste Auswählen von geeigneten Medien aus dem vielfältigen Angebot. Hier kann auf Grundlage der individuellen Medienkompetenz nach Baacke das Modell der vollständigen Handlung Orientierung geben (siehe Abbildung). In den einzelnen Phasen eines Ausbildungsprozesses können Lern- und Arbeitsaufgaben/Unterweisungen entsprechend bewußt mit einzelnen Medienformaten unterfüttert werden. Voraussetzung dafür ist medienpädagogische Kompetenz der verantwortlichen Ausbilder/-innen, die ihr individuelles Set an Medien gezielt zur Unterstützung des Ausbildungsprozesses einsetzen. Wichtig sind zudem ein Angebot digitaler Medien und Gadgets sowie dessen reflektierter Einsatz im (domänenspezifischen) Ausbildungsprozess und der Berufsfeldbezug zu typischen Arbeits- und Geschäftsprozessen von Berufe.

Die Teilnehmenden der Gruppe „Als AusbilderIn die eigenen Kompetenzen ständig weiterentwickeln“ schildern zunächst, dass ein grundsätzliches Problem der AEVO die Akzeptanz bei den Betrieben sei. Häufig wird die Notwendigkeit der Ausbildereignungsprüfung nicht gesehen und kritisiert, dass die Verordnung nicht den Alltag und die Abläufe in den Betrieben wiederspiegelt. Zunächst sei daher ein Bewusstsein für die Relevanz der AEVO als Instrument der Qualitätssicherung zu schaffen. Wichtige Argumente seien hier der Fachkräftemangel und die wirtschaftliche Notwendigkeit, Nachwuchs auszubilden. Gleichzeitig fordern der technische Wandel und die zunehmende Heterogenität der Auszubildenden die Betriebe heraus. Für die verantwortlichen AusbilderInnen und ausbildenden Fachkräfte ist daher als Folge der aktuellen Entwicklung eine kontinuierliche Weiterentwicklung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen notwendig. In der Wahrnehmung der Gruppe erfolgt die Aktualisierung des technischen Know-Hows bereits regelmäßig über fachlichen Weiterbildungen, die auf dem Markt oder über Anbieter von Soft- und Hardware verfügbar sind. Ein Bedarf wird eher in der persönlichen Weiterentwicklung gesehen. Hierzu stellt die Gruppe fest, dass die vier Handlungsfelder der AEVO bisher nicht die AusbilderInnen selbst in den Fokus nehmen und ihr Rollenverständnis und die Selbstreflexion als AusbilderIn betrachten. Multiple Rollenerwartungen, Zielkonflikte, die Herausbildung einer eigenen Ausbilderpersönlichkeit und die Kommunikation mit heterogenen Zielgruppen könnten Inhalte eines so gearteten Handlungsfeldes sein, da die damit verbundenen Kompetenzen angesichts der sich dynamisch verändernden Arbeits- und Berufswelt zunehmend wichtiger werden. Solche Inhalte könnten additiv die AEVO als „Wahlbaustein“ oder als Zusatzqualifikation ergänzen. Diskutiert wurde auch die regelmäßige Nachschulung von Inhalten der AEVO, jedoch könnte hierdurch eine unerwünschte Hürde für die Betriebe aufgebaut werden

Dank der regen Beteiligung aller Teilnehmenden entwickelte sich ein reger und konstruktiver Diskurs! An dieser Stelle gilt unser Dank allen Teilnehmenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Workshop 2: Prozessmanagement

Am 20. Und 21. Juni fand in den Räumlichkeiten der BGE der Handwerkskammer Aachen die zweite Weiterbildungsveranstaltung im Projekt ADiTPro² statt. In den 1,5 Tagen wurde gemeinsam das Thema Prozessmanagement als Handlungsfeld von Fachkräften diskutiert.

Zentrales Anliegen dieses Workshops war Ausbilder und ausbildende Fachkräfte darauf vorzubereiten, Kompetenzen der Auszubildenden für das Verstehen und Mitgestalten industrieller Prozesse und Produkte zu fördern. Aktuelle Ordnungsmittel in den industriellen Metall- und Elektroberufen, z. B. Zusatzqualifikation Prozessintegration, machen es notwendig, sich mit entsprechenden neuen Anforderungen zu befassen.

Um die Prozesskompetenz bei Auszubildenden fördern zu können, müssen die Ausbilder Vorgehensweisen und Methoden kennen, um die Prozesse des eigenen Unternehmens dokumentieren, analysieren und mitgestalten können.

Die zentralen Fragen des Workshops waren dementsprechend: Was kann man sich unter Prozessmanagement auf Fachkräfteebene vorstellen? Wie werden Prozesse strukturiert und systematisch analysiert und verbessert? Wie sehen beispielhafte Methoden des Prozessmanagements aus?

Die erste Frage stand am ersten Workshoptag im Fokus. Es wurde gemeinsam mit den 10 teilnehmenden Ausbildern und ausbildenden Fachkräften aus Unternehmen und Bildungszentren in NRW das Thema Prozessmanagement als zukünftiges Handlungsfeld von Fachkräften diskutiert. Dazu gewährte Herr Westphalen, Ausbildungsleiter bei der Starrag Technology GmbH in Mönchengladbach, Einblicke in die Praxis eines Produktionstechnologen in einem Unternehmen des Sondermaschinenbaus. Im Fokus stand dabei die exemplarische Umsetzung von Ansätzen des Prozessmanagements auf Fachkräfteebene. Anschließend wurde gemeinsam diskutiert, ob und wie solche Ansätze Eingang in bestehende Ausbildungsstrukturen finden kann. In die Diskussion wurde auch das zukünftige Angebot der Zusatzqualifikation Prozessintegration eingebunden.

Am zweiten Workshoptag waren die beiden Fragen - Wie werden Prozesse strukturiert und systematisch analysiert und verbessert? Wie sehen beispielhafte Methoden des Prozessmanagements aus? – zentral. Die ausgewählten Methoden des Prozessmanagements wurden anhand einer authentischen Situationsaufgabe aus der Wellpappeproduktion vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Zwei Perspektiven wurden hier von den Teilnehmenden eingenommen: Wie lassen sich solche Themen auch an Auszubildende vermitteln und welche eigenen Arbeitsprozesse lassen sich anhand der Methoden betrachten, analysieren und optimieren.

Workshop 1: Die digitale Transformation und Auswirkungen auf die Facharbeit

Am 26. und 27. April fand auf dem Campus Melaten der RWTH Aachen die erste Weiterbildungsveranstaltung im Projekt ADiTPro² statt. In einem Workshop bearbeiteten die insgesamt 16 teilnehmenden Ausbilder und ausbildende Fachkräfte aus Unternehmen und Bildungszentren in NRW gemeinsam das Thema Digitale Transformation und die Auswirkungen auf die Facharbeit. Im Fokus standen dabei die industriellen Metall- und Elektroberufe.

Am ersten Workshoptag stand die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Digitalen Transformation im Mittelpunkt. Am Beispiel des 3D-Laserdrucks machten sich die Teilnehmenden mit einer neuen Technologie vertraut. Dazu besuchten sie das Fraunhofer ILT, wo Herr Kimm einen Einblick in das Verfahren präsentierte. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden, welche neuen Tätigkeiten durch die Technologie entstehen und formulierten Bildungsziele für die Integration neuer Ausbildungsinhalte zu additiven Verfahren in die Ausbildung.

An die Workshop-Phase knüpfte der Vortrag von Herr Padur, Leiter des Arbeitsbereiches gewerblich-technische Berufe am Bundesinstitut für Berufsbildung, an. Herr Padur präsentierte den aktuellen Stand der geplanten Änderungsverordnung zu den industriellen Metall- und Elektroberufen sowie des Mechatronikers. Herr Nöthen vom Hans-Böckler-Berufskolleg in Köln stellte stellvertretend für den dualen Partner Berufsschule, die Überlegung und Ansätze seines Kollegiums zur Integration der Digitalen Transformation in Schule und Unterricht vor.

Das Highlight des zweiten Tages stellte eine Führung durch die Demonstrationsfabrik des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen dar. Hier konnten die Teilnehmenden nicht nur die technologischen Möglichkeiten einer Industrie 4.0 live erleben, sondern auch die Umsetzbarkeit der Assistenzsysteme an den für ihre Berufsbilder relevanten Arbeitsplätzen und die Konsequenzen für die Facharbeit kritisch diskutieren. In dieser Diskussion klang immer wieder eine "Polarisierungshypothese" an, nach der einfache Routinetätigkeiten in Zukunft automatisiert werden, während die Komplexität der verbleibenden Tätigkeiten für Fachkräfte weiter zunimmt.

Dabei verdeutlichten die Teilnehmenden die Notwendigkeit, sich als Ausbilder/-in über die technologischen Veränderungen auf dem Laufenden zu halten. Hierzu besteht der Bedarf nach Schulungen für das Bildungspersonal und konkreten Beispielen, wie die Digitale Transformation in die Ausbildung einfließen kann.

Kick-Off-Veranstaltung am 01.02.2018

Am 01.02.2018 fand die Kick-Off-Veranstaltung des Projekts ADiTPro² in den Räumlichkeiten des Digital Capability Centers in Aachen statt. Dank der regen Teilnahme aller Beteiligten war die Veranstaltung ein voller Erfolg. An dieser Stelle gilt unser Dank allen Teilnehmenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Getreu dem Motto „kennen lernen, erkunden, ausprobieren, anwenden!“ fand im Anschluss an die Begrüßung und Einführung in das Programm durch Herr Prof. Frenz des Instituts für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen eine ausgiebige Vorstellungsrunde – des Arbeitsministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vertreten durch Herr Dr. Stuhldreier; der am Projekt beteiligten Umsetzungspartner vertreten durch Frau Charalabides-Bständig für die QualiTec GmbH, Herr Knipping für die GLW Velbert, Herr Kammen für die MEK Krefeld, Herr Westphalen für die Starrag Technology in Mönchengladbach sowie Frau Schöpke für die WILO SE aus Dortmund; der fachlichen Begleitung vertreten durch Herr Dr. Keuken für die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH und Herr Zabel für die Regionalagentur Aachen sowie der Value Partner, die IHK NRW wurde vertreten durch Frau Krier von der IHK Aachen, Herr Schneider für die Handwerkskammer Aachen sowie Herr Nöthen vom Hans-Böckler-Berufskolleg in Köln – statt. Anschließend wurde das Projekt, der aktuelle Erkenntnisstand sowie der Ausblick auf den weiteren Verlauf von Frau Schmitz vorgestellt. Vielen Dank an alle Referenten und die informativen Vorstellungen!

Ein Highlight der Veranstaltung war die Führung durch die Industrie 4.0-Lernfabrik im DCC. In einer realitätsgetreuen Fabrikumgebung erhielten die Teilnehmenden einen Eindruck, über den Einsatz und Nutzen von Industrie 4.0-Technologien. An dieser Stelle vielen Dank an die Kollegen vom DCC und der ITA Academy!

Verabschiedet wurde mit dem Ausblick und der Vorfreude auf den ersten der vier Workshops, der am 26 und 27 April 2018 stattfindet! Save the Date!